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„Willst du die vergebende Liebe Gottes empfangen und genießen,
dann ist es zunächst notwendig, dass du wissest und glaubest die Liebe,
die er zu uns hat.
(1. Johannes 4,16)
Der Teufel nimmt allen Betrug zu Hilfe,
unseren Blicken diese Liebe zu verschleiern. Er will uns immer zu dem
Gedanken verleiten, unsere Fehler und Übertretungen seien so schwer,
dass der liebe Gott unsere Gebete gar nicht erhören, uns deshalb auch
nicht segnen und erretten könne. Gewiss erscheinen wir uns selbst als
ohnmächtig. Da ist nichts, was uns bei Gott empfehlen könnte. Und der
Teufel flüstert uns ein, dass es erst gar keinen Zweck habe, sich aufzu-
raffen. Wir können unsere Fehler ja doch nicht tilgen. Suchen wir uns
dennoch Gott zu nahen, so flüstert uns der Feind zu, dass es keinen
Sinn habe zu beten, weil wir ja einen Fehler begangen haben. Wir hät-
ten uns doch nun einmal gegen Gott versündigt und damit auch unser
Gewissen verletzt. Aber wir wollen dem Feind sagen: „Das Blut Jesu
Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“
(1. Johannes 1,7)
Gerade wenn unsere Sünde auf uns lastet und wir nicht recht beten
können, haben wir das Gebet nötig. Wir mögen uns schämen, mögen
tief gedemütigt sein, trotzdem müssen wir beten und glauben. „Das ist
gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort, dass Christus Jesus ge-
kommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich
der vornehmste bin.“
(1. Timotheus 1,15)
Vergebung, Versöhnung mit Gott
erlangen wir nicht als Belohnung für unsere Werke, wird Sündern nicht
als Verdienst gewährt, sondern ist eine Gabe an uns, die Christus durch
seine untadelige Gerechtigkeit ermöglicht hat.“
Das bessere Leben, S. 96.
B. Auf welches Thema konzentrierte sich David oftmals in seinen
Gebeten? Psalm 19,13-15; 51,12.
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„Eines der eindringlichsten Gebete, von denen im Worte Gottes be-
richtet wird, ist das Gebet Davids, als er bat: „Schaffe in mir Gott, ein
neues Herz.“ Auf ein solches Gebet antwortet Gott: „Ich gebe dir ein
neues Herz.“ Das vermag kein Mensch zu tun. Männer und Frauen müs-
sen mit dem ersten Schritt beginnen und Gott aufs ernstlichste um eine
wahre christliche Erfahrung bitten. Sie müssen die umwandelnde Kraft
des Heiligen Geistes fühlen. Sie müssen das neue Herz annehmen, das
durch die Gnade des Himmels weich und sanft gehalten wird. Der Geist
der Selbstsucht muss aus dem Herzen entfernt werden. Sie müssen
ernstlich und mit demütigem Herzen arbeiten, und jeder muss auf Jesus