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können wir alle Lasten der Gegenwart tragen und ihre Pflichten erfüllen.
Viele aber werden zu Boden gedrückt, weil sie künftige Schwierigkei-
ten vorwegnehmen. Ständig versuchen sie, die Sorgen von morgen ins
Heute zu übertragen. Ein großer Teil all ihrer Prüfungen beruht daher auf
Einbildung. Dafür aber hat Jesus keine Vorsorge getroffen. Er verheißt
Hilfe nur für den Tag. Er gebietet uns, dass wir uns nicht mit den Sorgen
und Nöten von morgen belasten; denn „es ist genug, dass ein jeglicher
Tag seine eigene Plage habe.“
(Matthäus 6,34).
Die Gewohnheit, über er-
wartete Übel zu brüten, ist unklug und unchristlich. Wenn wir das tun,
versäumen wir es, die Segnungen der Gegenwart zu genießen und ihre
günstigen Gelegenheiten wahrzunehmen. Der Herr verlangt von uns,
die Pflichten des jeweiligen Tages zu erfüllen und seine Prüfungen zu
ertragen. Täglich müssen wir uns davor hüten, nicht in Wort oder Tat zu
fehlen. Heute sollen wir Gott loben und ehren. Heute sollen wir durch die
Anwendung des lebendigen Glaubens den Feind besiegen. Heute müs-
sen wir Gott suchen und entschlossen sein, uns nicht ohne seine An-
wesenheit zufriedenzugeben. Wir sollten wachen, arbeiten und beten,
als wäre heute der letzte Tag, der uns gewährt wird. Wie überaus ernst
würde dann unser Leben sein! Wie gewissenhaft würden wir Jesus in
allen unseren Worten und Taten folgen!“
Zeugnisse für die Gemeinde 5, S. 210.
B. Welche Worte Christi sollten in unserem Verstand die wesent-
lichen sein, vor allem, wenn wir über die letzten Ereignisse dieser
Erdgeschichte nachdenken? Matthäus 6,33-34.
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„Wir werden Ihn sehen, so wie Er ist und wir sollen Ihm gleich werden.
Ruhe, Ruhe ist in dem Reiche Gottes. Gehe noch etwas weiter, leide
noch ein paar Tage länger und da ist sie, die Ewigkeit des Glückes und
der Seligkeit; dies ist doch, was du wolltest. Die Krone der Gerechtig-
keit gehört den Überwindern. Jedem von euch sage ich, denke darüber
nach. Denke darüber morgens nach – heute muss ich dieser Krone ent-
gegen schauen. Ich muss für sie kämpfen. Ich muss das Rennen für sie
beenden. Und wenn ich überwinde, gehört diese Krone mir. Doch wenn
ich nicht gewinne und der Satan mich überwindet, so verliere ich diese
Krone und ein anderer bekommt sie. Sollen wir uns nicht bemühen die
Krone des ewigen Lebens zu gewinnen? Wenn wir den Himmel verlie-
ren, dann verlieren wir alles. Wenn wir ihn aber gewinnen, so werden
wir alles gewinnen. Ich sehe eine unvergleichliche Anmut in Jesus. Ich