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B. Welche prüfende Frage stellte Gott an Hiob, um auf die Grenzen
seines Wissens hinzuweisen? Hiob 38,4.
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„Wenn man alle Umstände menschlichen Forschens in Betracht zieht:
wie kurz doch das Leben des Menschen, wie begrenzt sein Wirkungs-
feld, wie beschränkt sein Gesichtskreis ist; wie häufig und wie groß die
Irrtümer in seinen Folgerungen sind, besonders hinsichtlich der Ereig-
nisse, die sich vermeintlich vor der Schöpfungswoche abgespielt haben;
wie oft die angeblichen Endergebnisse der Wissenschaft neu überprüft
oder verworfen werden; wie bereitwillig von Zeit zu Zeit der für die Er-
dentwicklung angenommene Zeitraum um Millionen von Jahren verlän-
gert oder verkürzt wird; wie sehr die Theorien der verschiedenen Wis-
senschaftler einander widerstreiten wenn wir dies alles bedenken, sollen
wir dann für das fragwürdige „Vorrecht“, unsere Herkunft von Keimen,
Weichtieren und Affen abzuleiten, den in seiner Schlichtheit so erhabe-
nen Ausspruch der Heiligen Schrift darangeben: „Gott schuf den Men-
schen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn“?
(1.Mose 1,27).
Sollen
wir auf jene Ahnenreihe stolzer als irgendeine an Königshöfen gehütete
verzichten: „...der war ein Sohn Adams, der war Gottes?“
(Lukas 3,38).
Erziehung, S. 119.
„Die Wissenschaft entdeckt ständig neue Wunder; ihre Forschungstä-
tigkeit erbringt jedoch nichts, was, richtig verstanden, mit der göttlichen
Offenbarung in Widerspruch stände. Das Buch der Natur und das ge-
schriebene Wort erhellen sich wechselseitig. Sie machen uns mit Gott
vertraut, indem sie uns über die Gesetze belehren, durch die er wirkt.
Irrtümliche Folgerungen, die man aus Naturbeobachtungen zog, haben
jedoch zu einem angeblichen Widerstreit zwischen Wissenschaft und
Offenbarungswahrheit geführt. In dem Bemühen, die Übereinstimmung
wiederherzustellen, hat man sich Schriftauslegungen zu eigen gemacht,
die die Kraft des Wortes Gottes untergraben und zerstören. Von der Geo-
logie wird angenommen, sie widerspräche der wörtlichen Ausdeutung
des mosaischen Schöpfungsberichtes. Man behauptet, die Entwicklung
der Erde aus dem Chaos habe Millionen von Jahren erfordert. Um die
Bibel dieser vermeintlichen Enthüllung der Wissenschaft anzupassen,
nimmt man an, die Schöpfungstage seien gewaltige Zeiträume von un-
bestimmter Dauer gewesen, die sich über Tausende oder gar Millionen
von Jahren erstreckten. Eine solche Folgerung ist völlig unangebracht.