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Mittwoch, 13. November
4. „Ich habe dich verherrlicht auf Erden“
Johannes 17,4
A. Was war der Zweck des Lebens Christi? Johannes 17,4. (Verglei-
che mit 2. Mose 33,18-19 und Johannes 14,9).
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„Das Leben Christi war ein Leben des reinen Wohlwollens, der unei-
gennütziger Arbeit. Er nahm die menschliche Natur zu keinem anderen
Zweck an, als die Herrlichkeit Gottes in dem Glück des Menschen dar-
zustellen.“
Review & Herald, 19. März 1901.
„[Christus] nahm er unsere Natur an und wohnte unter uns. Die Gott-
heit wurde in dem Menschen, die unsichtbare Herrlichkeit in der sicht-
baren, menschlichen Form offenbart. Da die Menschen Unbekanntes
nur durch Bekanntes lernen konnten, wurden himmlische Dinge durch
irdische dargestellt; Gott offenbarte sich im Ebenbilde des Menschen.“
Christi Gleichnisse, S. 17.
B. Hatte Christus Kräfte gehabt, die Seinen Anhänger möglicher-
weise nicht zur Verfügung stehen? Johannes 5,19.30; Johannes
7,16; Johannes 8,28; Johannes 12,49; Johannes 14,12.
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„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die
Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich
gehe zum Vater.“
(Johannes 14,12).
Jesus war eindringlich bestrebt, seinen
Jüngern verständlich zu machen, zu welchem Zweck seine Gottheit sich
mit der menschlichen Natur verbunden hatte. Er war in die Welt gekom-
men, um die Herrlichkeit Gottes zu entfalten, damit die Menschen durch
deren erneuernde Kraft gebessert werden sollten. Gott offenbarte sich
in ihm, damit Jesus in ihnen offenbart würde. Jesus besaß keine Eigen-
schaften und verfügte über keinerlei Kräfte, deren die Menschen durch
den Glauben an ihn nicht auch teilhaftig werden könnten. Seine Voll-
kommenheit als Mensch können alle seine Nachfolger besitzen, wenn
sie sich Gott so unterwerfen, wie er es tat.“
Das Leben Jesu, S. 663.