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Donnerstag, 2. Mai
5. „Geh in dein Kämmerlein“
Matthäus 6,6
A. Welche Ratschläge gab Jesus bezüglich unserer Gebete? Mat-
thäus 6,6. Vergleiche mit Markus 1,35.
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„In seinem Leben, das ganz dem Wohl anderer geweiht war, hielt der
Heiland es für notwendig, den Trubel der Reisewege und die ihm Tag für
Tag nachfolgende Menge zu meiden, seine Aufgabe und die Berührung
mit der menschlichen Not manchmal zu unterbrechen, die Zurückgezo-
genheit zu suchen und eine ungestörte Gemeinschaft mit dem Vater zu
pflegen. Eins mit uns, als Teilhaber unserer Nöte und Schwachheiten,
war er ganz von Gott abhängig und suchte überall in der einsamen Natur
im Gebet göttliche Kraft, um den kommenden Pflichten und Schwierig-
keiten gewachsen zu sein. In einer Welt der Sünde ertrug Jesus seeli-
sche Kämpfe und Qualen; in der Gemeinschaft mit Gott aber entledigte
er sich aller ihn fast erdrückenden Lasten und fand Trost und Freude.“
Das Leben Jesu, S. 355.
B. Welche andere wichtige Überlegungen sollten ein wesentlicher
Teil unseres inneren Leben bilden? 2 Timotheus 3,15-17.
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„Versetze dich regelmäßig in den Teil des Tempels der Inspiration, wo
der Heilige Geist die reichsten Ströme der Weisheit über dich kommen
lassen wird, die dann von dir heraus zu den anderen fließen werden, Gott
erhöhen und deine Liebe, Hoffnung und Freude in den hellen Strahlen der
Sonne der Gerechtigkeit, wachsen lassen werden. Mach keinen besonde-
ren Aufwand, in der Vorstellung, durch äußerliche Darstellung anziehend
zu wirken. Lebe aus die Prinzipien des Wortes des lebendigen Gottes;
das wird deine Weisheit, deine Größe und deine Stärke sein. Die Zeit
muss den Dingen entzogen werden, die sichtbar zeitlich sind, um über
Dinge nachzudenken, die unsichtbar und ewig sind. Du musst der lauern-
den Welt widerstehen, denn wenn es dieser erlaubt wäre, würde sie dich
so unter Druck setzen, nur um dich von der Quelle deiner Kraft zu trennen.
Vertrau auf Christus. In enger Gemeinschaft mit Dem, der das Verborge-